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Der ultimative Guide zu Work and Travel

Der ultimative Guide zu Work and Travel 2017

Du hast Dich entschieden, eine Work and Travel Auszeit einzulegen? Herzlichen Glückwunsch, denn auf Dich warten belebender Kulturkontakt, intensive Reiseerlebnisse, viele neue Freundschaften eine Fremdsprache, die Du hinterher gut beherrschen wirst und insgesamt sehr viel Lebenserfahrung. Um es zusammenzufassen: Du hast die beste Zeit Deines Lebens vor Dir!

Bevor Du aber in den Flieger steigst, müssen noch ein paar grundsätzliche Dinge geklärt werden. Hier haben wir Dir einen Leitfaden zusammengestellt, an dem Du Dich entlangarbeiten kannst.

Wohin soll`s gehen?

Je nachdem, in welches Land es Dich zieht, sind unterschiedliche Bedingungen an Deine Reise geknüpft. Manche Länder bieten jungen Reisenden unkomplizierte Möglichkeiten, sich etwas dazu zu verdienen, andere haben sehr strenge Regulierungen. Entsprechend muss vor Ausreise mehr oder weniger Zeit eingeplant werden, um die geforderten Visumsformalitäten zu erledigen.
Wohin es Dich verschlägt, hängt einerseits von Deinen persönlichen Vorlieben ab, andererseits aber auch von Deinen Sprachkenntnissen. Südamerika ganz ohne Spanisch- bzw. Portugiesisch-Kenntnisse zu bereisen, ist nicht empfehlenswert, da dort kaum Englisch gesprochen wird. Auch in den europäischen Ländern der Romania solltest Du gute Sprachkenntnisse mitbringen: Italien, Spanien, Portugal oder Frankreich ohne entsprechende Vorkenntnisse zu bereisen, ist nicht sinnvoll. Skandinavien oder Osteuropa dagegen kann man guten Gewissens bereisen, wenn man die Landessprache noch nicht beherrscht und sich dort erst Grundkenntnisse aneignen will. Informiere Dich also vorab, welche Sprachkenntnisse empfohlen werden. Solltest Du noch nicht auf dem benötigten Niveau sein, kannst Du zu Hause oder im Ausland Sprachkurse ins Auge fassen.

Nur mit gutem Versicherungsschutz reisen!

Wenn Du gesetzlich krankenversichert bist, hast Du eine europäische Krankenversicherungskarte, die sogenannte European Health Insurance Card (EHIC). Zu erkennen ist diese an den europäischen Sternen auf der Rückseite. Als deutscher Staatsbürger bist Du innerhalb der EU mit der EHIC grundversichert. Abkommen zwischen Deiner deutschen Versicherung und ausländischen Partnerversicherung gewähren eine medizinische Notfallversorgung (Achtung, auf ausreichende Gültigkeit der Laufzeit achten). Lass Dich aber in jedem Fall von Deiner Versicherung beraten, was diese „Notfallversorgung“ einschließt, in manchen Ländern ist das nämlich recht wenig und man kann auf „medizinisch sinnvollen Schutz“ oder einen „Rundumschutz“ ein Auslandspaket wählen, das innerhalb von Europa meist kostengünstig ist.

Für Übersee empfiehlt sich, auf eine 100%-ige Kostenübernahme ohne Selbstbehalt zu achten. Vor allem in den anglofonen Ländern sind die Behandlungskosten sehr teuer und es kann auch bei kleineren medizinischen Versorgungen zu enormen Kosten kommen. Achte auch darauf, dass Du eine Rücktransportversicherung mit abschließt und dass Deine Versicherung vom Ausland aus verlängert werden kann, falls Du länger bleibst als ursprünglich geplant.

Neben einer Krankenversicherung solltest Du auch eine Unfall- und Haftpflichtversicherung abschließen. Letztere ist vor allem dann nötig, wenn Du im Ausland arbeiten willst. Manche Arbeitgeber werden diese vor Abschluss eines Arbeitsvertrages verlangen, aber Du solltest auch unabhängig davon für ausreichend Versicherungsschutz sorgen.

Sonderfall Studenten: Immatrikulation nicht vergessen!

Wenn Du Student bist, kannst Du dich unter bestimmten Bedingungen zum Zweck eines Auslandsaufenthalts beurlauben lassen. Neben dem Zeitraum ist wichtig, dass der Aufenthalt im Zusammenhang mit Deinem Studium steht, also beispielsweise für Studium oder Praktikum im Ausland. Wichtig ist, die Rückmeldefristen trotzdem einzuhalten, damit Du nicht automatisch exmatrikuliert wirst. Zwar kann man in der Regel mit etwas bürokratischem Aufwand dieses Malheur wieder rückgängig machen. Allerdings verlierst Du dann auch Deinen Studenten-Status und musst Dich anders versichern. Was also nicht passieren soll, ist, dass Du im Ausland plötzlich keinen Versicherungsschutz mehr hast, weil Du Dich als Student versichert hast und dann exmatrikuliert wirst.

Visum und Einreisebestimmungen abklären!

Wenn Du Dich für ein Land entschieden hast, musst Du klären, ob zwischen Deutschland und Deinem Zielland ein Abkommen für Working Holiday Visa besteht und unter welchen Bedingungen Du diese beantragen kannst. Unkompliziert ist dies für Australien und Neuseeland möglich, Kanada und die USA haben die Hürden höher geschraubt, nach Südamerika kannst Du nur mit einem Touristenvisum einreisen. Um den Überblick zu bewahren, haben wir für Dich die Formalitäten in den Rubriken „Working Holiday Visum“ zusammengefasst.

Bitte beachte, dass diese Zusammenfassungen nur die „Standardfälle“ abdecken. Je nachdem, welchen Hintergrund Du mitbringst, also in welchen Ländern Du beispielsweise sonst schon warst, werden teilweise noch weitere medizinische Nachweise gefordert. Kümmere Dich also rechtzeitig um die Visumsformalitäten, um auf mögliche Hürden noch frühzeitig reagieren zu können. Wenn Du dich mit den Formalitäten überfordert fühlst oder auf Nummer sicher gehen willst, kannst Du Dir von Organisationen helfen lassen.

Sonstige Tipps und Tricks

Empfehlenswert sind Erfahrungsberichte von anderen Reisenden. Hilfreiche Tipps zu praktischen Bankverbindungen, günstigen Mobilfunkanbietern und Erfolg versprechenden Wohnungsplattformen solltest Du auf jeden Fall mit im Gepäck haben, damit der Start im Ausland möglichst reibungslos klappt. Wir wünschen Dir eine gute Zeit!