Home >> Erfahrungsberichte >> Erfahrungsbericht: Mein Work and Travel in den USA
Mein Work and Travel in den USA

Erfahrungsbericht: Mein Work and Travel in den USA

Du überlegst, eine Auszeit in USA zu nehmen und Deine Zeit mit Jobben und Reisen zu verbringen? Im folgenden Erfahrungsbericht habe ich meine Zeit in Montana zusammengefasst und kann Dir hoffentlich den einen oder anderen Tipp geben!

Mein Name ist Marcus, ich bin Student der Anglistik und Mathematik für Lehramt. Da mich mein zukünftiger Beruf in der Ortswahl wohl eher einschränken wird und ich finde, dass man als Englischlehrer zumindest eine Weile in einem englischsprachigen Land gelebt haben soll, um die Inhalte authentisch zu vermitteln, habe ich mich entschlossen, einen Sommer lang in den USA zu leben und zu arbeiten. Fasziniert haben mich an den USA vor allem die Nationalparks, deshalb war ich froh, dass mir über TravelWorks ein Platz im Glacier Nationalpark im Bundesstaat Montana vermitteln konnte. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern kann man nicht einfach nach USA einreisen und sich mit einem Work and Travel Visum durchschlagen, hier sind die Einreise- und Arbeitsbestimmungen ziemlich klar geregelt und man tut auch gut daran, sich an diese Regeln zu halten.

Vorbereitungen vor Ausreise

Da ich Englisch studiere, habe ich logischerweise keine Berührungsängste mit der Sprache, aber mir ist aufgefallen, dass viele Teilnehmer im Programm Englisch zwar passiv verstehen, aber am Anfang große Hemmungen hatten, selbst zu sprechen. Ich empfehle deshalb jedem, der sich nicht schon vorher aktiv im Englischen bewegt, die Teilnahme an einem Sprachkurs oder Tandem, denn sobald der Job startet, wird man ins kalte Wasser geworfen und muss auf Englisch funktionieren. Jobs werden oft im Service, also mit Kundenkontakt, vergeben und in USA ist man nicht gewohnt auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen, der Sprache nicht perfekt beherrscht.

Für einen sicheren Work and Travel in den USA achte auf ausreichenden Versicherungsschutz, es muss gewährleistet sein, dass alle anfallenden Kosten zu 100% gedeckt sein müssen. Das klingt jetzt erst mal hart und auch der Betrag, den Du an Deine Versicherung bezahlen müssen wirst, erscheint Dir im ersten Moment ärgerlich, aber es ist jeden Cent wert. Eine Bekannte von mir hatte während Ihres Studienaufenthalts in USA einen nur mittelschweren Autounfall und die Kosten waren (unglaublich!) im fünfstelligen Bereich. Erst dann wusste sie und wir anderen auch die Kosten der Versicherung erst richtig zu schätzen!

Inhalte meiner Arbeit

Wie gesagt war ich während meiner Work and Travel in den USA im Glacier Nationalpark in Montana eingesetzt und mein Job bestand darin, Gäste im Visitor Center zu betreuen, Prospekte zu verteilen und Anfragen zum Besuch des Nationalparks zu beantworten. Keine Sorge, es gibt immer einen Rancher, der Dir zu Seite steht, wenn die Anfragen zu spezifisch werden, aber mit der Zeit lernt man auch sehr viel dazu und kann dann ziemlich bald auch selber kompetente Antworten geben, was natürlich ein schönes Erfolgserlebnis ist. Gearbeitet habe ich Montag bis Freitag, am Wochenende war meistens frei. Das war aber mehr oder weniger Zufall, ich kenne auch Jobber, die durchgearbeitet haben und dann ihre freien Tage alle gehäuft hatten. Für mich war die Aufteilung so ganz gut, weil ich so jedes Wochenende und manchmal auch nach Feierabend Gelegenheit hatte, selbst Touren durch den Nationalpark zu unternehmen. Da ich ein echter Naturliebhaber bin und Zeit für mich im Freien sehr schätze, war das eine unglaubliche Bereicherung für mich. Wer eher auf Fortbildungen aus ist, kann sich aber auch einfach einem Ranger anschließen und so jede Menge über die Flora und Fauna des Parks lernen.

Verdient habe ich 8 Dollar in der Stunde, was in etwa einem Ferienjob in Deutschland von vergleichbarer Qualifikation entspricht und daher für mich in Ordnung war. Gut gefallen hat mir auch, dass ich meinen Summer Job zusammen mit zwei weiteren Deutschen und einer Österreicherin angetreten habe, die ich vorher nicht kannte, aber mit denen ich abschließend noch durch das Land gereist bin. Natürlich kann man sagen, es ist nicht sinnvoll den USA-Aufenthalt mit deutschsprachigen Freunden zu verbringen, aber erstens war Spracherwerb nicht mein oberstes Ziel und zweitens habe ich während meiner Arbeitszeit ausschließlich Englisch gesprochen. Außerdem hatten wir nicht selten mindestens einen Ami in unserer Gruppe, sodass dann automatisch Englisch gesprochen wurde.

Reisetipps zu Work and Travel in USA

Nach getaner Arbeit hast Du Dir dann noch eine kleine Reise verdient, im moralischen wie finanziellen Sinn. Ich bin mit den anderen Deutschen im Mietauto nach Utah gefahren und habe eine wahnsinnig schöne Zeit im Bryce Canyon, Arches National Park und Zion National Park verbracht. Unterm Strich habe ich natürlich doch mehr Geld verbraucht als verdient, aber dieses Land ist jeden Dollar wert!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*